Mittwoch, 28. Juni, 2017

Projekt „Bridging the Seed Gap“:

Bayer and Fair Planet verlängern Zusammenarbeit, um Zugang zu hochwertigem Gemüsesaatgut in Äthiopien zu fördern

Kooperationsvertrag um 4 Jahre verlängert / Ziel ist bessere Nahrungsmittel- und Ernährungssicherheit sowie neue wirtschaftliche Möglichkeiten für Kleinbauern in Äthiopien
Monheim / Nunhem.
Bayer verlängert die Zusammenarbeit mit der gemeinnützigen Organisation Fair Planet im Rahmen des Projekts “Bridging the Seed Gap” um vier Jahre. Das Projekt schafft über den Zugang zu qualitativ hochwertigem Gemüsesaatgut neue Anbaumöglichkeiten für Kleinbauern in Äthiopien. Der Vertrag wurde heute auf dem Vegetable Seed Campus von Bayer in Nunhem, Niederlande, unterzeichnet.
Mit Zugang zu hochwertigem Saatgut und Know-How können Kleinbauern ihre Erträge und Einkommen deutlich verbessern.
“Bridging the Seed Gap” ist ein einzigartiges und langfristig angelegtes Technologie-transfer-Projekt. Es wurde von Fair Planet in Zusammenarbeit mit führenden globalen Gemüsesaatgut-Unternehmen, nationalen und internationalen Beteiligten wie Regierungen, Hochschulen und Bauernverbänden sowie öffentlichen und privaten Geldgebern ins Leben gerufen. Das Projekt ermöglicht Kleinbauern den Zugang zu qualitativ hochwertigen Gemüsesaatgutsorten, die auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten sind. Zum Programm gehören außerdem Schulungen, in denen vermittelt wird, wie das Saatgut mit minimalen Veränderungen der traditionellen Anbaumethoden optimal eingesetzt werden kann. Die so geschulten Kleinbauern haben beim Einsatz von Qualitätssaatgut aufgrund der deutlich höheren Erträge optimale Aussichten auf ein besseres Einkommen.

Die Zusammenarbeit zwischen Bayer und Fair Planet startete 2015. Im Rahmen des Projekts wurde der Aufbau von drei Kompetenzzentren für Gemüse unterstützt, in denen an lokale Bedingungen angepasste Saatgutsorten ausgewählt und bewertet wurden. Ziel für die Saison 2017/2018 ist es, die Aktivitäten mit vier Tomaten-, einer Paprika- und einer Zwiebelhybride in den Zentren in Butajira, Haramaya und Dire Dawa fortzusetzen. Die ertragreichsten Sorten sollen von ausgewählten Kleinbauern angebaut werden, die wiederum die Möglichkeit haben, weiteren Landwirten in ihren Dörfern und Regionen die Vorteile des Saatguts zu demonstrieren.
Shoshan Haran, Gründerin und operative Leiterin von Fair Planet (vorne links) und Joachim Schneider, Leiter des Gemüsesaatgutgeschäfts von Bayer (vorne Mitte) freuen sich auf vier weitere Jahre der Zusammenarbeit. Weitere Gäste der  Unterzeichungszeremonie: Eyasu Abraha Alle, Minister für Landwirtschaft und Natürliche Ressourcen in Äthiopien (vorne rechts), Staatsminister Ato Tesfaye Mengiste (hinten, 2. von links), Axel Steiger-Bagel, Bayer Landessprecher für Benelux (hinten, 4. von rechts), sowie weitere Regierungs- und Unternehmensvertreter.
Neben Bewertung und Anbau hochwertiger Gemüsesorten möchte Fair Planet bis 2020 insgesamt 1.000 Landwirte in Äthiopien schulen. 2016 wurden bereits 200 Kleinbauern in den Kompetenzzentren in Düngung, Pflanzenschutz und -pflege unterrichtet und einmal wöchentlich von Programmmitarbeitern auf ihren Betrieben besucht. Von 2017 bis 2020 plant Fair Planet pro Jahr 200 zusätzliche Landwirte zu schulen. Darüber hinaus möchte die Organisation über die Ausbildung von Entwicklungsexperten letztendlich 50.000 Landwirte erreichen. Dieser intensive Transfer von Technologie und Know-How kann die landwirtschaftliche Entwicklung Äthiopiens nachhaltig fördern.

„Unser Beitrag zur Arbeit von Fair Planet ermöglicht es uns, den Anbauern vor Ort in den nächsten Jahren Zugang zu unseren hochwertigen Gemüsesaatgutsorten und unserer Erfahrung zu verschaffen“, sagt Joachim Schneider, Leiter des Gemüsesaatgutgeschäfts von Bayer. „Wir unterstützen die Ziele von Fair Planet uneingeschränkt und sind stolz darauf, mit unserem Saatgut und unserem Wissen das lokale Unternehmertum zu unterstützen.“

Dr. Shoshan Haran, Gründerin und operative Leiterin von Fair Planet: „Wir sind hocherfreut, dass Bayer unsere offene Hilfsplattform weiter unterstützt, die einzigartig in der Gemüsesaatgut-Industrie ist.“ Sie ergänzt „Die Ergebnisse unseres gemeinsamen Programms sprechen für sich selbst: Geschulte Landwirte verwenden hochwertige Gemüsesaatgutsorten und erwirtschaften fünfmal mehr Ertrag als der äthiopische Durchschnitt. In nur einer Anbausaison können sie ihr jährliches Einkommen verdoppeln – manchmal sogar verdreifachen. Gemeinsam mit unseren Partnern helfen wir Kleinbauern, dem Armutskreislauf zu entkommen und ihren Kindern eine bessere Zukunft zu ermöglichen.“

Bayer: Science For A Better Life
Bayer ist ein weltweit tätiges Unternehmen mit Kernkompetenzen auf den Life-Science-Gebieten Gesundheit und Agrarwirtschaft. Mit seinen Produkten und Dienstleistungen will das Unternehmen den Menschen nützen und zur Verbesserung der Lebensqualität beitragen. Gleichzeitig will der Konzern Werte durch Innovation, Wachstum und eine hohe Ertragskraft schaffen. Bayer bekennt sich zu den Prinzipien der Nachhaltigkeit und handelt als „Corporate Citizen“ sozial und ethisch verantwortlich. Im Geschäftsjahr 2016 erzielte der Konzern mit rund 115.200 Beschäftigten einen Umsatz von 46,8 Milliarden Euro. Die Investitionen beliefen sich auf 2,6 Milliarden Euro und die Ausgaben für Forschung und Entwicklung auf 4,7 Milliarden Euro. Diese Zahlen schließen das Geschäft mit hochwertigen Polymer-Werkstoffen ein, das am 6. Oktober 2015 als eigenständige Gesellschaft unter dem Namen Covestro an die Börse gebracht wurde. Weitere Informationen sind im Internet zu finden unter www.bayer.de.

Über Fair Planet
Fair Planet ist eine israelische gemeinnützige Organisation. Ihr Ziel besteht in der Erhöhung von Nahrungsmittel- und Ernährungssicherheit sowie im Schaffen neuer wirtschaftlicher Möglichkeiten für Kleinbauern in Entwicklungsländern. Dafür sollen qualitativ hochwertige Gemüsesorten, die an die lokalen Bedingungen angepasst sind, für die Kleinbauern verfügbar und erschwinglich gemacht werden. Unterstützer von Fair Planet sind KKL-JNF, die niederländische Unternehmer-Agentur (RVO-FDOV), Mashav, Netafim, JoyTech, Limagrain, Syngenta, Enza Zaden, East-West Seed und Bayer. Weitere Informationen sind im Internet zu finden unter www.fairplanetseeds.com.

Zukunftsgerichtete Aussagen
Diese Presseinformation kann bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen enthalten, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung von Bayer beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Performance der Gesellschaft wesentlich von den hier gegebenen Einschätzungen abweichen. Diese Faktoren schließen diejenigen ein, die Bayer in veröffentlichten Berichten beschrieben hat. Diese Berichte stehen auf der Bayer-Webseite www.bayer.de zur Verfügung. Die Gesellschaft übernimmt keinerlei Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.
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